projekt endless
Zwei lebensgroße Blauwalfluken ragen aus der Landschaft – wie Wale, die gerade im Wasser oder im Erdreich abtauchen. In die Natur eingebettet, wirken sie zunächst wie selbstverständlicher Teil des Raumes. Die Arbeit thematisiert Bewegung, Schwingung und das Verhältnis von Lebewesen und Elementen: das Verschmelzen von Wal und Wasser, Körper und Umgebung. Im Ensemble entfalten die Objekte ihre eigentliche Wirkung. Zwischen den beiden Walen entsteht ein stiller Dialog, eine beinahe kommunikative Situation, die den Raum emotional auflädt und beim Betrachter Assoziationen und Geschichten hervorruft. Gerade dieses Miteinander ist zentraler Bestandteil der Installation.
Aus der Nähe werden Nahtstellen, aufgeklebte Flächen und Teile der Unterkonstruktion sichtbar. Diese bewusst offengelegten Eingriffe sind Teil der künstlerischen Arbeit. Sie verweisen auf die Spuren menschlichen Handelns in der Natur und brechen die idealisierte Erscheinung der Tiere. Die Wale erscheinen zugleich vertraut und fremd – als kraftvolle Körper, aber auch als Zeichen für globale Zusammenhänge und die Fragilität unseres Umgangs mit der Welt. Die Installation versteht Natur nicht als Kulisse, sondern als gemeinsamen Raum, dessen Teil wir sind.
Die Wale waren vor uns hier.

Teilgenommen haben die Gemeinden: Altenberge, Bocholt/Aalten, Oelde, Telgte, Sendenhorst, Neuenkirchen, Ibbenbüren, Lüdinghausen, Rheine, Coesfeld, Havixbeck, Emsdetten und Greven.
In insgesamt 13 Kommunen des Münsterlands sowie in der niederländischen Gemeinde Aalten waren in den Jahren 2022, 2023 und 2024 die zwei Modelle von Walfluken in der Originalgröße (4m x 7 m) in den beteiligten Kommunen als Wanderausstellung über je 6 Wochen an einem besonderen Ort installiert.
Die Beiprogramme lenkten den Blick auf unterschiedliche Themen, die mit dem Kunstwerk verbunden sein könnten: Zeit, Meer, Geologie, Klimawandel, Ökologie, Natur, Poesie, Formen oder Bewegung.











